Briefmarken-Handbuch
Besucher seit 17.08.11
Gesamt 1.718.496
Heute:654
Gestern: 855
ImpressumDatenschutze-mail sendenZum GästebuchYou Tube Film
Der LeitfadenDas Buch ist
leider ausverkauft
Der Download  
Zurück zu Alle Einträge
Hobby
Ich würde "Hobby" als den liebevollen, intensiven, dauerhaften, sammelnden und somit freizeitgestaltenden Umgang mit einer Sache bezeichnen.
Neulich war mein 8-jähriger Enkel Samuel zu Besuch: "mir ist langweilig" hörte ich da. Das haben wir schnell ändern können. Wie oft jedoch haben wir alle schon erlebt, daß sich auf die Schnelle nichts finden ließ, das diese Langeweile überbrückte. In früheren Zeiten gab es kein Hobby, der deutsche Begriff war "Steckenpferd", abgeleitet von einem Spielzeug, das aus einem "Stock" mit aufgesetztem "Pferdekopf" und zwei Haltegriffen von kleinen Kindern zwischen die Beine geklemmt, als Pferdeersatz benutzt wurde.
Heute hört man hie und da noch: der reitet ein Steckenpferd - hat also ein Hobby.
Ein Hobby, und hier im Besonderen das Briefmarkensammeln, ist ideal für solche Fälle geeignet. Es ist ein "Steckenpferd", das mit tausend Einstiegen buchstäblich sofort greibar ist - immer für genau die Zeit, für die es benötigt wird: monate- oder jahrelang, mal nicht oder mal zwischendurch oder stundenlang.
Und es gibt für dieses Hobby keine Altersgrenze: von frühester Jugend bis ins hohe Alter ist es geeignet, es läßt Träumen ebenso wie Erinnerungen Platz, läßt sie unbeschwert erblühen.
Und eine Brücke zwischen den Generationen ist es allemal - wenn die "Weisen", die es nicht immer sind, nur wollen.
Ich höre immer wieder, daß Sammler, wenn sie ins "Rentenalter" kommen, ihre Sammlungen verkaufen wollen. Da gibt's einmal den Aspekt, das sei Teil der Altersversorgung, der jedoch meistens mit der Qualität der Sammlung nicht vereinbar ist. Oder die unbefriedigend beantwortete Frage, wer die Sammlung mal übernehmen soll oder einfach nur die Feststellung, nicht mehr weiter sammeln zu wollen.
Ich frage, warum man sich einer so wunderbaren Freizeitbeschäftigung berauben möchte? Freizeit, die man im Alter häufig im Überfluß, ja bis zur Langeweile hat.
Nun, ich bin natürlich besonders aktiv, und höre häufig mit offensichtlich neidvollem Unterton: ja, du hast ja ein Hobby. Meine Antwort lautet dann häufig: sei doch auch an etwas interessiert.