Briefmarken-Handbuch
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Lexikon

E


Erbe vorbereiten
Sie kennen sich in Ihrer Sammlung 100%ig aus, wissen ganz genau, was wo, was gut, was besonders, gar außergewöhnlich ist. Sie schauen sich genüßlich das eine oder andere Schätzchen Ihrer Sammlung regelmäßig an, sind stolz darauf.
Meine Frau toleriert mein Hobby, schaut mir ab und zu über die Schulter, aber meine Sammlung kennt sie nicht wirklich und meine Kinder sind nicht interessiert - das dürfte der Normalfall sein.
Es also so, daß der oder die Partner(in) oder die Familie über das Briefmarkensammeln, über unsere Sammlungen absolut nichts wissen? Für sie sind das Böhmische Dörfer!
Ich habe mir nun überlegt, es könnte mir ja mal irgendwann etwas passieren, ich verblasse zum Erblasser - und meine Sammlung ist plötzlich nur noch Erbmasse!
Und jetzt denke ich an die vielen Sammler, die zu Lebzeiten ohne Erfolg, ich meine zu keinem adäquaten Preis, versucht haben, ihre Sammlungen zu verkaufen.
Und denke besonders darüber nach, wie dereinst Auktionatoren, Händler oder gewiefte Sammler sich meine Sammlung ansehen und feststellen, nein, das taugt alles nicht viel, kein wirkliches Interesse, na ja, man möchte ja trotzdem helfen, OK, ein paar wenige Euro könne man anbieten.
Und meine Witwe oder meine Kinder stehen hilflos dabei und willigen, weil sie absolut nichts beurteilen können, letztendlich ein - und es lachen sich wieder ein paar Gauner ins Fäustchen.
Hoppla, nein, so sollte man sich seine Sammlung nicht abluchsen lassen.
Also leiste ich mir den Spaß, und durchforste meine Sammlung nach Gutem, Besonderem, vielleicht sogar Außergewöhnlichem und beschrifte oder kennzeichne solche Positionen, vielleicht mit Sternen. Das kann man mit einer aufwändigen Einzelmarkenbeschreibung, was manchmal vielleicht auch nötig ist, oder durch eine auf ein Zettelchen aufgebrachte farbliche und / oder Sternemarkierung erreichen. Es sollte erkennbar sein, zu welcher Wertgruppe die Marke oder der Brief zählt.
Dazu eine erklärende Beschreibung mit konkreten Hinweisen - fertig.
So, und nun ist der Eingeweihte, also der Erbe in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen bzw. bei einer Beurteilung mitzureden, um vielleicht das für die Sammlung zu bekommen, was sie auch wert ist.
Aber Achtung! Bei der Beurteilung einer Sammlung sollte man realistisch sein, über Qualitäten, Katalogpreise und Machwerk informiert sein.
Am besten sollte man den "Briefmarken-Ratgeber ... der Leitfaden" lesen und danach die Sammlung ausrichten, dann sind Wertzuweisungen leichter möglich.