Briefmarken-Handbuch
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Lexikon

P


portogerecht
Portogerecht oder auch portorichtig steht für die genaue Freimachung von Poststücken, genau dem richtigen Porto. Nicht zuviel, nicht zu wenig.
Und die Poststücke müssen nachweislich postalisch gelaufen sein. Ein Brief, bei dem der komplette Stempel auf der Marke ist, können einen solchen Nachweis nicht erbringen. Er müßte also irgendwo auf den Umschlag übergegangen sein.
Damit ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auch der Anspruch an sammelwürdige Briefe formuliert.
Zu allen Zeiten haben Briefmarkensammler ihren eigenen Schriftwechsel, gleichgültig an wen adressiert, philatelistisch gestaltet. Der Phantasie waren und sind da keine Grenzen gesetzt, weder in der Auswahl der Marken, noch bei deren Nominalwert. Die Höhe des Portos jedoch hätte man immer einhalten sollen, was jedoch oft "großzügig mißachtet" wird. Ebenso ließ man sich Briefe abstempeln, die dann, ohne gelaufen zu sein, sofort in der Sammlung verschwanden - und glaubte, nun ein echt gelaufenes Stück vor(täuschen) -weisen zu können.
Weit gefehlt. Und deswegen gibt es eine unfaßbar große Menge an "Machwerk", oft hübsch anzusehen, aber bis auf den Wert der Einzelmarken meistens wertlos.
Aber es gab auch zu allen Zeiten weiterdenkende Philatelisten, die das Gefühl für die besondere Versandart und ebensolche Freimachung hatten. Diese Briefe füllen die Auktionskataloge und erzielen höchste Preise. Das meiste ist "Machwerk", aber seltenes, gesuchtes und somit sammelfähiges.
Es geht also nicht darum, jede x-beliebige Briefmarke wahllos zu verwenden, ob es nun paßt oder nicht. Oft braucht man wirklich Phantasie und Grübeln, Geschick, ein "Händchen", um die besondere Portostufe zu einer oder auch mehreren Marke(n) der gleichen Wertstufe zu finden. Außerdem brauchte man einen Adressaten (welcher Sammler hat so jemanden zu den verschiedensten Möglichkeiten). Und, Stichwort "portorichtig", die Nominale(n) der Briefmarke(n) mußten das Porto exakt passen und abdecken.
Für bestimmte (meist Not-) Zeiten akzeptieren die Sammler eine Überfrankierung von bis zu 10 %. Auf jeden Fall aber muß ab Beginn von Bund, Berlin und DDR das Porto exakt stimmen, sonst ist das nix.